Helleborus foetidus

Helleborus foetidus, Linnaeus (1753)

Stinkende Nieswurz

Das Zentrum der ursprünglichen Heimat der stinkenden Nieswurz liegt in Spanien. Aber sie kommt auch in Waldgebieten Englands, der Schweiz und dem südlichen Portugal auf kalkreichen Böden natürlich vor. Damit ist sie die "westlichste" Helleborus-Art.

Ihren Namen 'Stinkende Nieswurz' hat die Pflanze nicht verdient, da die Pflanze selbst nicht stinkt. Beim Zerreiben der Blätter, die aus bis zu neun Teilblättern bestehen, wird ein eigentümlicher Geruch, der an Moschus erinnert, freigesetzt. Die Pflanze ist zu jeder Jahreszeit dekorativ. Das schwarz-grüne bis silber-grüne Laub dieser caulescenten Art besitzt auch ohne die Blütenstände, die sich ab August entwickeln, einen hohen Zierwert.

Jedoch ist die Pflanze am schönsten, wenn im Dezember der Blütenstand vollständig entwickelt ist und sich nach und nach die einzelnen Blüten bis weit in den Frühling öffnen. Die glockenförmigen Blüten sind grün und weisen, wenn sie blühreif sind, einen roten Saum an den Blütenblättern auf.

Helleborus foetidus ist sehr trockenheitsresistent und gedeiht an fast allen Standorten im Garten. Als einzige Pflegemaßnahme sollte man die alten Blütenstände entfernen, um die Pflanze jung zu halten und den neuen Blütenständen, die sich schon im Schutze des Blätterdaches entwickeln, ausreichend Platz zu bieten.

Helleborus foetidus