Helleborus cyclophyllus

Helleborus cyclophyllus, Boissier (1867)

Griechische oder kreisblättrige Helleborus

Diese acaulescente Helleborus Art stammt ursprünglich aus den trockenen Laubwäldern Albaniens, dem südlichen Serbien, Griechenland, Mazedonien und dem südlichen Bulgarien. Man findet sie hier häufig auf Kalkformationen in Höhen zwischen 30 und 2.000 Metern, manchmal auch im offenen Grasland. 

Die kräftig grünen Blätter sind in bis zu 14 Teilsegmente unterteilt und weisen eine rundliche Form auf. Die Blattunterseite ist etwas heller und wirkt durch die deutlich hervortretende Behaarung silbrig. Obwohl die Blätter hart und lederartig erscheinen, überdauern sie den Winter meist nicht und ziehen gelegentlich sogar schon im Oktober ein. Helleborus cyclophyllus hat, ähnlich wie Helleborus orientalis, ein hartes Rhizom mit dicken, fast schwarzen Wurzeln.

Die grünen bis gelbgrünen, schalenförmigen Blüten erscheinen zwischen Januar und März, bei wilden Pflanzen erst im März bis Mai. Zu Beginn der Blütezeit weisen die einzelnen, meist nach unten schauenden Blüten, einen Durchmesser von fünf  bis sieben Zentimeter  auf. Dieser nimmt im Laufe der Blütezeit jedoch deutlich ab.  In der Vergangenheit wurde von Exemplaren berichtet, deren Blüten einen honigähnlichen Duft aufweisen. In der Züchtung wird Helleborus cyclophyllus verwendet, um gelbliche Blüten zu erzielen. 

Im Garten bevorzugt diese Helleborus Art einen Standort, der bei ausreichender Bodenfeuchte sonniger sein darf, als für manch andere Helleborus Art. Jedoch sollte er so gewählt werden, dass die Pflanzen vor kalten Winden geschützt sind.

Helleborus cyclophyllus ist anfällig für die Schwarzfleckenkrankheit und Frostschäden im Frühling.