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Chinesische Nieswurz
Wie der deutsche Name schon erkennen lässt, stammt H.
thibetanus aus China, genauer genommen ist
sie in den Regenwäldern der Provinzen Gansu, Shaanxi, Hubei
und Sichuan beheimatet. Somit ist diese Art geografisch vollkommen
isoliert von den anderen Helleborus-Arten.
Die sommergrünen Blätter dieser acaulescenten
Art sind in acht bis zehn Teilblätter untergliedert.
Desweiteren sind sie weichlaubig und an den Blatträndern gezähnt.
Die schnelle Entwicklung von H. thibethanus im Frühling
macht sie anfällig für Spätfröste.
Geschädigte Blütenstiele können vollständig
zusammenbrechen und absterben.
Die großen Blüten dieser langsam wachsenden
Helleborus-Art können cremeweiß bis
hin zu rosa sein. Häufig weisen sie rosa-farbene
Adern auf oder verfärben sich im Verblühen rosa. Nach
der Blüte zieht die Pflanze vollständig ein und durchläuft
eine Sommerruhe.
Eine Besonderheit stellen die Sämlinge von H. thibethanus
dar. Und zwar verbleiben bei diesen die Keimblätter während
der Keimung im Boden (hypogäische Keimung)
und bei den Blättern, die aus dem Boden kommen, handelt es
sich um die ersten richtigen Laubblätter, die sogenannten Primärblätter.
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