Helleborus thibetanus, Franchet (1885)

 
  Caulescent
  - H. argutifolius
  - H. foetidus
  - H. lividus
   
  Caulescent/Acaulescent:
  - H. niger
   
  Acaulescent
  - H. abruzzicus
  - H. atrorubens
  - H. bocconei
  - H. croaticus
  - H. cyclophyllos
  - H. dumentorum
  - H. hercegovinus
  - H. istriacus
  - H. liguricus
  - H. occidentalis
  - H. odorus
  - H. orientalis
  - H. purpurascens
  - H. thibetanus
  - H. torquatus
  - H. vesicarius
  - H. viridis
   
  Artkreuzungen
  - H. x sternii
- H. x ericsmithii
- H. x nigercors
- H. x ballardiae
- H. x glandorfii


Chinesische Nieswurz

Wie der deutsche Name schon erkennen lässt, stammt H. thibetanus aus China, genauer genommen ist sie in den Regenwäldern der Provinzen Gansu, Shaanxi, Hubei und Sichuan beheimatet. Somit ist diese Art geografisch vollkommen isoliert von den anderen Helleborus-Arten.

Die sommergrünen Blätter dieser acaulescenten Art sind in acht bis zehn Teilblätter untergliedert. Desweiteren sind sie weichlaubig und an den Blatträndern gezähnt. Die schnelle Entwicklung von H. thibethanus im Frühling macht sie anfällig für Spätfröste. Geschädigte Blütenstiele können vollständig zusammenbrechen und absterben.

Die großen Blüten dieser langsam wachsenden Helleborus-Art können cremeweiß bis hin zu rosa sein. Häufig weisen sie rosa-farbene Adern auf oder verfärben sich im Verblühen rosa. Nach der Blüte zieht die Pflanze vollständig ein und durchläuft eine Sommerruhe.

Eine Besonderheit stellen die Sämlinge von H. thibethanus dar. Und zwar verbleiben bei diesen die Keimblätter während der Keimung im Boden (hypogäische Keimung) und bei den Blättern, die aus dem Boden kommen, handelt es sich um die ersten richtigen Laubblätter, die sogenannten Primärblätter.