| Stinkende
Nieswurz
Das Zentrum der ursprünglichen Heimat der
stinkenden Nieswurz liegt in Spanien. Aber sie
kommt auch in Waldgebieten Englands,
der Schweiz und dem südlichen Portugal natürlich
vor. Damit ist sie die „westlichste“ Helleborus-Art.
Ihren Namen Stinkende Nieswurz hat die Pflanze nicht verdient,
da die Pflanze selbst nicht stinkt. Beim Zerreiben der Blätter,
die aus bis zu neun Teilblättern bestehen, wird ein eigentümlicher
Geruch, der an Moschus erinnert, freigesetzt.
Die Pflanze ist zu jeder Jahreszeit dekorativ. Das schwarz-grüne
bis silber-grüne Laub dieser caulescenten Art
besitzt auch ohne die Blütenstände, die sich ab August
entwickeln, einen hohen Zierwert. Jedoch ist die Pflanze am schönsten,
wenn im Dezember der Blütenstand vollständig entwickelt
ist und sich nach und nach die einzelnen Blüten bis
weit in den Frühling öffnen. Die glockenförmigen
Blüten sind grün und weisen, wenn sie
blühreif sind, einen roten Saum an den Blütenblättern
auf.
H. foetidus ist ziemlich trockenheitsresistent
und gedeiht an fast allen Standorten im Garten. Als einzige Pflegemaßnahme
sollte man die alten Blütenstände entfernen, um die Pflanze
jung zu halten und den neuen Blütenständen, die sich schon
im Schutze des Blätterdaches entwickeln, ausreichend Platz
zu bieten.
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