Krankheiten & Schädlinge

Krankheiten und Schädlinge

Helleborus sind sehr widerstandsfähige Pflanzen. Die richtige Standortwahl ist allerdings entscheidend, damit die Pflanzen gut wachsen und Angriffen von Schaderregern trotzen können. Auch den intensiven Züchtungsarbeiten der vergangenen Jahre ist es zu verdanken, dass Sorten der Helleborus Gold Collection® wenig anfällig für Krankheiten und Schädlingen sind.

Die nachfolgenden Krankheiten und Schädlinge können an Helleborus vorkommen und werden beschrieben. 

 

Schädlinge:

Blattläuse können an jungen Pflanzen oder frischen Blättern auftreten, äußerst selten auch Miniermotten. Die Bekämpfung dieser ungebetenen Gäste wie auch die Bekämpfung von Schnecken, die in feuchten Sommern erscheinen können, kann mit den dafür vorgesehenen biologischen Mitteln aus dem Gartenfachhandel erfolgen.

Bei der Schneckenbekämpfung kann auch die alt bekannte "Bierfalle" eingesetzt werden. Blattläuse kann man mit einer selbst angesetzten Brennnesselbrühe bekämpfen. Die Pflanzen werden damit besprüht (Der Kräutergarten von Marie Luise Kreuter).

Gelegentlich kann es in einem strengen Winter durch Mäuse zum Abfressen von Knospen kommen. Hier kann die Katze vom Nachbarn hilfreich sein.

Bei einem unerklärbaren Kümmerwuchs der Pflanzen, der auch bei bester Pflege nicht verschwindet, kann es sich um einen Befall mit Wurzelnematoden handeln. Nematoden sind winzige Fadenwürmer, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Sie saugen an den Wurzeln und behindern die Wasser- und Nährstoffversorgung der Pflanze. Eine Bekämpfung ist nur schwer möglich. Deshalb sollte man Pflanzen, die solche Symptome zeigen, über den Restmüll entsorgen, damit sich die Nematoden nicht ausbreiten.

Des Weiteren können sich Thripse im Herbst auf den Pflanzen niederlassen. Hiergegen muss in der Regel nichts unternommen werden, da sie mit den ersten Frösten genauso schnell wieder verschwinden, wie sie aufgetaucht sind. Auch Raupenfraß an den Blüten und Blättern ist im Sommer möglich, kommt jedoch meist nur vereinzelt vor und in der Regel muss auch hier nichts unternommen werden.

HGC® Joel℗ im Dezember

Frisches, noch zartes Laub von H. x hybridus im April

Krankheiten:

Von Pilzen verursachte Krankheiten sind sehr unerfreulich, da sie nicht nur das Erscheinungsbild der Pflanze beeinträchtigen, sondern sogar zum Absterben der gesamten Pflanze führen können.

Die Schwarzfleckenkrankheit, Coniothyrium hellebori ist der am weitesten verbreitete Pilz, der Helleborus befällt. Wie der Name schon sagt, erscheinen auf den befallenen Pflanzenteilen schwarze Flecken, die häufig vom Blattrand ausgehen. Da alle Pflanzenteile von Helleborus befallen werden können, sollte bei den ersten Anzeichen eines Befalls sofort mit einem gründlichen Pflegeprogramm begonnen werden. Dies beinhaltet das rigorose Entfernen der befallenen Pflanzenteile und das anschließende Entsorgen im Restmüll, damit es zu keiner Ausbreitung des Pilzes kommt.

Nach den Sofortmaßnahmen sollte man in der nächsten Zeit ein besonderes Augenmerk auf die befallene Pflanze haben. Indirekt lässt sich der Pilz durch eine Optimierung des Standortes verbessern, da ein Befall durch einen zu niedrigen pH-Wert oder einen zu feuchten Standort begünstigt wird.

Die Schwarzfleckenkrankheit sollte nicht mit dem "Black Death" verwechselt werden. Black Death ist eine Viruserkrankung, die auf den befallenen Blättern zackige Streifen verursachen. Auch die Blüten können Streifen aufweisen. Da Viren nicht bekämpft werden können, sollten befallene Pflanzen unverzüglich vernichtet werden. Als vorbeugende Maßnahme empfiehlt es sich, auftretende Blattläuse direkt zu bekämpfen, da sie als Virusüberträger gelten.

Im Frühjahr können augenscheinlich gesunde Blattstiele von einer Rhizom- und Stängelgrundfäule befallen werden. Diese äußert sich dadurch, dass die Triebe ohne ersichtlichen Grund am Boden abknicken und an der Basis braune bis schwarze Faulstellen aufweisen. Hierfür können verschiedene Pilze, wie z.B. Pythium, Phytophtora oder Rhizoctonia verantwortlich sein. Da eine Bekämpfung dieser Erreger schwierig ist, sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanzen in einen gut drainierten Boden gepflanzt werden, da Staunässe ein Auftreten dieser Pilze begünstigen kann.